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"Soccer HH“ unbesiegbar

IKEA vermöbelt, Top-Werber scheiterten an Kreativität, "Wetten, dass..?"-Star zeigt Muskeln – Überraschungen beim "KULT" Soccer Cup in Hamburg

 

Es gab mindestens drei gute Gründe beim "3. KULT Indoor Soccer Cup" im Hamburger Stadtteil Stellingen dabei zu sein:

  1. Der Spaß am Fußball
  2. Die politische Botschaft "Laut gegen Nazis"
  3. Weniger bedeutend, aber keinesfalls unwichtig: die legendären Frikadellen. Sportlich diszipliniert verzichteten aber die meisten Spieler zunächst auf den köstlichen Fleischklops, schließlich wollten sich alle 24 Mannschaften in Topform präsentieren

 

Die "Kolle Rebbels", Starensemble der für ihre Kreativität mehrfach ausgezeichneten Hamburger Werbeagentur, erreichten zwar souverän das Achtelfinale, dann allerdings mangelte es am kreativen Spiel nach vorne. Ein Problem, dass viele europäische Spitzenmannschaften nur zu gut kennen. Gegen die Auswahl der Eventagentur "Hi-Life" stießen die Werber beim 3:5 an ihre fußballerischen Grenzen.

 

Videos

Christian von "Scholz & Friends"  Frank Bosch vom Team "Hochbahn"  Turnierorganisator Jörn Menge  Team "Kolle Rebbe"
Interview: Christian von Scholz & Friends Athletics Interview: Frank Bosch vom Team "Hochbahn" Interview: Turnier-Organisator Jörn Menge Interview:
Andreas (l.) und Malik von "Kolle Rebbels"

 

Daniel vom Team "Kaifu Lodge"   Mile vom Team "Alex"  Tore SF Kiel  Siegerehrung
Interview:
"Wetten, dass..?"-Star Danijel vom Team "Kaifu Lodge"
Interview:
Mile Mutapdzija vom Team "ALEX"
Spielszenen:
Scholz & Friends Athletics vs. RS Kiel
Siegerehrung:
Das Team "Soccer in Hamburg"

 

Offen wie ein Scheunentor

Zu diesem Zeitpunkt haderte Turnier-Organisator und "Laut gegen Nazis"-Geschäftsführer Jörn Menge noch immer mit dem Aus seiner Mannschaft nach der Vorrunde. "Bei uns lief heute gar nichts. Wir waren hinten offen wie ein Scheunentor", jammerte er. Und sein Torwart Pete, extra aus Northampton/England eingeflogen, stimmte zu: "Ich spüre leichte Rückenschmerzen – vom Bälle aus dem Netz holen."

Doch zurück ins Viertelfinale: Hier bekamen es die Zauberer von "Hi-Life" gleich mit der nächsten Agentur zu tun. Gegen "Scholz & Friends Athletics" stand es nach 10 Minuten 4:4. Die Entscheidung musste im 9-Meter-Schießen fallen. Dabei versagten ausgerechnet Benny Ernst, dem markanten Kopf von "Hi-Life", die Nerven. Er verschoss und so zog überraschend "Scholz & Friends" ins Halbfinale ein.

Hinten wackelig wie ein schlecht montiertes Billy-Regal

Dort ging es gegen das Team "Soccer in Hamburg", die sich zuvor als klarer Turnierfavorit empfohlen hatten. Im Viertelfinale – das Wortspiel muss sein – vermöbelten sie die Mannschaft von IKEA Moorfleet. Deren Abwehr stand wackeliger als ein schlecht montiertes Billy-Regal – entsprechend hieß es am Ende 7:1. Etwas glimpflicher ging es anschließend für "Scholz & Friends" aus. Mit 3:1 zogen die Gewinner des KULT-Sommerturniers von 2008 ins Hallen-Finale ein.

Gegner dort: Die Mannschaft aus der "Kaifu Lodge". Die Truppe um Trainer Mike hatte ein klares Ziel. Erst sollte der Turniersieg her, dann wollten sie sich auf der großen "Icezeit"-Party im Fitness-Club feiern lassen. Doch "Soccer in Hamburg" machte ihnen einen dicken Strich durch die Rechnung. Mit 4:1 zeigten sie auch im Finale, wer in Stellingen die Hosen an hat. Jubel, Siegerehrung und endlich ran an die Frikadellen.

 

Die Ergebnisse der Finalrunde im Überblick:

Achtelfinale
Soccer in Hamburg – Tereg (9:0)
Hi-Life – Kolle Rebbels (5:3)
Scholz & Friends – RS Kiel (3:2)
Siemens Soccer Hamburg – IKEA (1:3)
Viva con Agua Perspektivteam – TUDOCK (3:1)
Niendorf 95 – Verbotene Liebe (2:1)
Kaifu Lodge Soccer – Rote Gourmet Fraktion (3:1)
ALEX – Schmidt's Tivoli (6:2)

Viertelfinale
Soccer in Hamburg – IKEA (7:1)
Hi-Life – Scholz &F riends (4:4) - 9m-Schießen
Viva con Agua – ALEX (2:2) - 9m-Schießen
Niendorf 95 – Kaifu Lodge Soccer (2:5)

Halbfinale
Soccer in Hamburg – Scholz & Friends (3:1)
ALEX – Kaifu Lodge Soccer (0:5)

Finale
Soccer in Hamburg – Kaifu Lodge Soccer (4:1)

 

Laut gegen Nazis: www.lautgegennazis.de

Text und Videos: Patrick Kiefer